Du sitzt in Batumi und fragst dich, wohin es sich zu fahren lohnt? Hier findest du die besten Ausflüge in Adscharien – von Sehenswürdigkeiten gleich vor der Haustür bis zu großen Touren in die Berge.
Die Orte sind so kombiniert, wie man sie an einem halben oder ganzen Tag bequem zusammen besucht. Außerdem erfährst du, wie du am besten hinkommst.

Meine Top 11 rund um Batumi
1. Botanischer Garten Batumi für einen halben Tag
2. Sameba – Kirche auf dem Berg mit Panoramablick auf Batumi und die Küste.
3. Tsikhisdziri: Petra-Festung, Wasserfall, Bananenhaine und einer der schönsten Küstenabschnitte bei Batumi mit türkisfarbenem Wasser.
4. Makhuntseti-Wasserfall in der Nebensaison. Im Sommer der Merisi-Wasserfall
5. Die schönsten Kieselstrände bei Batumi: Sarpi an der Grenze zur Türkei, Green Cape unterhalb des Botanischen Gartens. Oder Kvariati, Gonio + Festung und Aussichtspunkt Kreuz über Gonio
6. Schwarzer Sand: Ureki (Juni, September – ja! Juli, August – nein!) oder Shekvetili, gleich dazu der Park der Musiker und der Dendropark mit Lemuren und rosa Flamingos
7. Nationalpark Mtirala – Regenwald mit Wasserfällen und Wanderwegen.
8. Gomismta oder Bakhmaro – Sonnenuntergang über den Wolken auf über 2.000 Metern.
9. Goderdzi-Pass, 2.400 m. Über die Transadscharien-Straße mit dem SUV durch Khulo nach Beshumi und zum Grünen See.
10. Okatse- und Martvili-Canyon bei Kutaisi – türkisfarbenes Wasser, Schluchten und Höhlen. Als langer Tagesausflug ab Batumi möglich.
11. Swanetien – die nächstgelegenen hohen Berge (2.000 bis über 5.000 Meter), 260 km von Batumi, 6 Stunden pro Richtung. Plane 3–4 Tage für die Reise ein.

Wie kommst du zu den Sehenswürdigkeiten rund um Batumi?
Tagesausflug mit Fahrer
Für Ausflüge von einem halben oder ganzen Tag buchst du am besten einen Transfer über GoTrip
Ein Taxi setzt man ab und ist weg – beim Wasserfall oder am Canyon muss man dann eine Rückfahrt suchen.
Dein Fahrer dagegen bleibt den ganzen Tag bei dir und wartet an jedem Stopp, so lange du willst. Den Preis pro Auto siehst du schon bei der Buchung, wenn du deine Stopps einträgst – fest, kein Taxameter, kein „Warten kostet extra“.
Zum Makhuntseti-Wasserfall oder zu den Canyons bei Kutaisi zahlst du dafür weniger als fürs Taxi.
Mietwagen in Batumi
Willst du jeden Tag woanders hin – miete dir ein Auto. Über Localrent bekommst du bei den lokalen Vermietern schon ab 26 Euro am Tag eins – ohne Kreditkarte, die Kaution liegt bei 100 Dollar.
Damit fährst du nach Gomismta und erlebst den Sonnenuntergang über den Wolken oder nach Swanetien zum Wandern in den Bergen.
Wie man in Georgien fährt, was dich auf den Straßen erwartet, welches Auto das richtige ist und wohin es sich lohnt – steht im Guide zur Automiete in Batumi.
Marschrutkas
Die einheimischen Sammelbusse sind etwas für wenig Geld und viel Zeit. Günstig, aber langsam und an feste Linien gebunden – mehr als ein bis zwei Orte am Tag schafft man damit nicht.
Geführte Touren
Tagestouren kosten im Schnitt 35 bis 55 € pro Person, plus Eintrittsgelder. Praktisch, wenn du allein reist oder einen Guide dabeihaben möchtest.
Beliebte Ausflüge gehen ins bergige Adscharien zum Makhuntseti-Wasserfall, zu den Canyons von Kutaissi oder in den Machakhela-Nationalpark, wo am Ende gegessen und gefeiert wird.
Für eine oder zwei Touren, die dir Natur und das Land näherbringen, eignen sich diese beiden Gruppentouren:
1. Bergiges Adscharien, 35 €, rund 5 Stunden. Hier bleibst du in der Nähe von Batumi und sitzt nicht stundenlang im Auto. Du fährst zu den Wasserfällen und über die Bogenbrücke der Königin Tamar, danach geht es entspannt zu einer georgischen Familie mit Essen, Wein und Folklore-Show. Diese Verkostung zahlst du vor Ort dazu, sie ist nicht im Preis enthalten.
2. Canyons von Kutaissi, 57 €. Die fahren 150 km raus aus Batumi, der Tag dauert 12 Stunden. Du siehst den Martvili-Canyon, die Prometheus-Höhle & heiße Schwefelquellen. Für Höhle und Canyon zahlt man noch Eintritt obendrauf.
Die besten Ausflüge ab Batumi

1. Botanischer Garten und Green Cape
Entfernung: 9 km nördlich von Batumi
Fahrtzeit: 25 Min.
Eintritt: 25 Lari (8 €)
Dauer 2–3 Stunden, mit Baden einen halben Tag
Der Botanische Garten Batumi erstreckt sich über 110 Hektar und ist einer der größten im Kaukasus. Bambus, Eukalyptus, Kakteen, Magnolien – schön nach Klimazonen aufgeteilt, mit mehreren Aussichtspunkten aufs Schwarze Meer.
Das Gelände ist hügelig – drin gibt’s aber einen Elektro-Shuttle, falls du nicht laufen magst. Im Garten kannst du außerdem über eine Zipline fliegen. Essen und Wasser bringst du am besten selbst mit, sonst bekommst du beides am Eingang.
Gleich nebenan liegt der Kieselstrand am Green Cape (Mtsvane Kontskhi) mit dem vielleicht saubersten Wasser rund um Batumi. Im Sommer haben dort Cafés auf und du kannst Liege und Sonnenschirm mieten.
Wie kommst du hin? Nimm ein Bolt oder die Marschrutka Nr. 31 ab der Haltestelle gegenüber der Talstation der Seilbahn. Sie braucht 20 Minuten und kostet ein paar Lari.

2. Sameba und Fischmarkt
Entfernung: Sameba 8 km, Fischmarkt 2 km
Fahrtzeit: 25 Min. zur Sameba, 10 Min. Fischmarkt
Eintritt: frei. Fisch zahlst du nach Gewicht plus kleine Gebühr fürs Zubereiten.
Aussichtspunkt am Berg Sameba.
Schon aus dem Zentrum von Batumi siehst du zwei Hügel, auf beiden steht oben ein Gebäude: auf dem einen die Bergstation der Seilbahn, auf dem anderen, etwas weiter draußen, eine Kirche. Das ist der Berg Sameba mit der Dreifaltigkeitskirche.
Das Gelände rund um die Kirche ist gepflegt, mit Blumen und Bergen ringsum, und von hier oben schaust du auf ganz Batumi. Der Eintritt ist frei.
Es ist aber eine aktive Kirche, deshalb bekommst du am Eingang ein Kopftuch und einen Rock – Männer in kurzen Hosen ebenfalls. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr, danach wird oben alles geschlossen.
Der Fischmarkt
Der Fischmarkt liegt am Meer, ideal für einen Stopp auf dem Rückweg von Sameba oder dem Botanischen Garten. Du kaufst dir auf dem Markt Fisch und Garnelen, und in den Lokalen direkt daneben werden sie dir gegen einen kleinen Aufpreis zubereitet.
Ein Schnäppchen ist das Ganze nicht, und die Meeresfrüchte sind meist Importware aus der Türkei oder Indien – für einen Besuch aber trotzdem eine schöne Erfahrung.

3. Makhuntseti-Wasserfall & Tamar-Brücke
Entfernung: 30 km östlich von Batumi
Fahrtzeit: 45 Min.
Eintritt: frei
Dauer 3 Stunden
Der Makhuntseti-Wasserfall ist der höchste in ganz Ajara. Nur 500 Meter weiter spannt sich eine alte Bogenbrücke über den Fluss. Im Wasserfall kannst du schwimmen, und unter der Tamar-Brücke liegt ein kleiner Sandstrand.
Der Ausflug hierher ist der beliebteste in die Berge Adjariens. Wasserfall und Brücke liegen direkt an der Straße.
Auf dem Weg nach Makhuntseti lohnt sich ein kurzer Halt am Zusammenfluss zweier Flüsse: Der eine kommt aus den Bergen und ist braun, der andere fließt aus der Türkei und leuchtet türkis. Von hier aus fließen sie gemeinsam weiter ins Schwarze Meer.
Einen Stopp wert ist auch das Adscharische Weinhaus, eine grüne Anlage in den Bergen. Hier bekommst du georgische Küche und Wein aus dem eigenen Keller.
Wie kommst du hin? Mit dem Auto bist du 30 bis 40 Minuten unterwegs. Vom Busbahnhof Batumi fährt auch die Marschrutka Nr. 77 Richtung Keda, kostet ein paar Lari.

4. Gonio + Festung & Kreuz, Kvariati, Sarpi
Entfernung: Gonio 15 km, Kvariati 18 km, Sarpi 20 km – alles südlich
Fahrtzeit: 20–30 Min
Eintritt: Gonio-Festung 15 Lari, Strände frei
Der ganze Süden an einem Tag, eine gerade Linie die Küste runter. Alle Strände hier sind kiesig.
Festung Gonio-Apsaros.
Eine römische Festung, von der heute nur noch die Mauern und Reste der alten Wasserleitung stehen. Dafür wächst und blüht hier alles, und im Herbst hängen Kaki, Kiwi und Trauben in den Bäumen. So kletterst du über die Festungsmauern und pflückst dir nebenbei was zum Essen.
Das Kreuz über Gonio
Dieser Aussichtspunkt liegt auf einem Berg, fünfzehn Kilometer von Batumi entfernt, mit Blick auf den Strand von Gonio und die Hochhäuser von Batumi in der Ferne. Am besten fährst du vormittags oder zum Sonnenuntergang hin, mit dem Taxi oder dem Auto.
Die Straße dorthin ist asphaltiert, aber schmal. Lass dich nicht von Google Maps auf einen Feldweg schicken, sondern folge Organic Maps und bleib auf der asphaltierten Straße 📍 GPS: 41.562351, 41.582582
Gonio & Kvariati
Gonio ist ein hübscher Vorort von Batumi, mit klarem Wasser, einer Promenade und ein paar Geschäften. Allerdings wird 2026 in Gonio direkt am Meer viel gebaut, und das ist sehr laut.
Etwas weiter südlich liegt Kvariati, wo es ruhiger ist. Hinter dem Strand steigen Hügel und Gärten an, voller Eukalyptus, Orangen, Mandarinen und Zitronen. Mit Kindern ist man hier gut aufgehoben: Im Sommer haben ein paar Cafés geöffnet, und es gibt Jetskis und Wasserrutschen für die Kleinen.

Sarpi
Sarpi ist ein Strand an der türkischen Grenze. Das Wasser ist glasklar, du siehst drei, vier Meter tief bis auf den Grund. Gleich über dem Strand verläuft die Straße, auf der sich Lkw, Autos und Menschen drängen – die Grenze ist praktisch am Strand, entsprechend hektisch ist es.
Der Andreas-Wasserfall – gleich an der Straße, wenn du nach Sarpi hineinfährst. Daneben steht eine Statue des Apostels Andreas. Im Sommer baden hier die Einheimischen.
Wie kommst du nach Gonio und Sarpi?
Mit Bolt zahlst du 15-25 Lari. Es fahren aber auch der Bus Nr. 16 und Marschrutkas mit der Aufschrift Gonio, Sarpi oder Kvariati. Sie starten am Tbilisi-Platz und fahren über die Ilia-Chavchavadze-Straße, die in die Tbel-Abuseridze-Straße übergeht – einsteigen kannst du an jeder Haltestelle.
Mit dem Auto kannst du den Makhuntseti-Wasserfall und die Strände von Gonio und Sarpi gut an einem Tag zusammenlegen: erst rauf in die Berge, danach runter ans Meer zum Entspannen.
Wenn du keinen Mietwagen willst, nimm dir ein Auto mit Fahrer für den Tag. So eine Tour ab Batumi – in die Berge zum Wasserfall und dann an die Strände – kostet nur 50 € fürs ganze Auto. So hast du den ganzen Tag dein eigenes Auto mit Fahrer und musst zwischen den Stopps nichts mehr organisieren.
⇢ Fahrer für den Ausflug wählen

5. Tsikhisdziri & Petra Festung
Entfernung: 20 km nördlich von Batumi
Fahrtzeit: 30-35 Min.
Eintritt: Petra-Festung 15 Lari
Tsikhisdziri ist die schönste und grünste Ecke Adschariens, das Meer leuchtet türkis. Die Luft ist feucht wie in Asien und voller Eukalyptusduft. Hauptgrund herzukommen ist der Strand und die Festung Petra: eine byzantinische Ruine oben auf dem Hügel.
Die Festungsruine mit dramatischem Panoramablick über das Schwarze Meer – eine der besten Fotokulissen der Küste. In der Sowjetzeit gab es hier einen Zitronengarten, von dem heute nur noch ein paar Bäume übrig sind.
1. Hydrangea Beach. Hier sind im Sommer vor allem Einheimische, aber viel weniger als in Batumi oder Gonio, und das Meer ist sauberer. Ein Kieselstrand mit zwei Saisoncafés – Getränke und einen Snack nimmst du trotzdem besser selbst mit.
2. Der Strand unter dem Bananenhain. Im Wasser stehen schöne Felsen, und aus der Klippe fließt ein Wasserfall 📍GPS 41.760574, 41.747004
Hinkommen kannst du mit einer Marschrutka Richtung Kobuleti.

6. Shekvetili – Park der Musiker & Dendropark
Entfernung: 45 km nördlich von Batumi
Fahrtzeit: 50 Min.
Eintritt: frei
Schon in der Nachbarregion Gurien, liegt ein familienfreundlicher Küstenstreifen mit drei sehr unterschiedlichen Highlights.
Dendropark Shekvetili
Riesiges Gelände mit niedlichen Papageien, Flamingos und Lemuren. Die Bäume für den Park wurden in ganz Adscharien und Gurien ausgegraben und übers Meer oder mit Lkw hierhergebracht. Ein schöner Ort für einen ruhigen Spaziergang. Mit Kindern lohnt sich der Besuch besonders. Eintritt ist kostenlos, montags und donnerstags geschlossen.
Auf der einen Seite des Parks liegt das Hotel Paragraph Resort& Spa 5* – dort kannst du auch einen Tagespass kaufen und den Tag im Spa- und Poolbereich verbringen.
Auf der anderen Seite liegt der Strand Kaprovani mit Pinienwald und schwarzem Sand: flacher Einstieg, viele Einheimische, am Wasser aber kein Schatten.
Park der Musiker
Ein wunderbarer, kostenloser Park gegenüber der Black Sea Arena. Im Eukalyptuswald stehen Skulpturen berühmter Musiker, und wenn du näher kommst, spielt die Melodie des jeweiligen Künstlers. Am Eingang gibt es Springbrunnen.
Georgien in Miniatur
Ein interessantes Freilichtmuseum in der Nahe mit Miniaturen der bekanntesten Kirchen, Festungen und anderer Orte Georgiens. Eintritt kostenpflichtig.
Den Tag lässt du am Strand von Shekvetili oder Ureki ausklingen.
Hinkommen kannst du mit einer Marschrutka Richtung Ureki, Tiflis oder Kutaissi oder mit privatem Fahrer.

7. Ureki (Magnetstrand)
Entfernung: 50 km nördlich von Batumi
Fahrtzeit: 1 Std.
Eintritt: frei
Wenige Kilometer weiter liegt Ureki mit seinem berühmten schwarzen Magnetsand. Dem dunklen, eisenhaltigen Sand wird eine heilende Wirkung bei Gelenk-, Nerven- und Muskelbeschwerden nachgesagt.
Der Sand ist fein, der Einstieg ins Wasser flach – gut für Familien mit Kindern. Im Juni oder September ist es in Ureki sauber und ruhig.
Im Hochsommer, also Juli und August, ist es am Strand leider voll – viele rauchen und drücken ihre Kippen einfach im Sand aus. Weggeräumt wird zwar, aber das Problem bleibt.
Schau in der Hochsaison ruhig mal in Ureki vorbei und mach dir selbst ein Bild. Wenn es dir nicht zusagt, fährst du zum Baden einfach nach Shekvetili oder Kaprovani.
Wie kommst du hin? Mit der Marschrutka für 5 Lari – sie hält gegenüber der Talstation der Seilbahn.

8. Mtirala-Nationalpark
Entfernung: 30 km von Batumi
Fahrtzeit: 1 Stunde
Eintritt: Park frei, Zipline/Aktivitäten kosten extra
Echter Dschungel rund um Batumi – perfekt, wenn du mal eine Pause vom Strand brauchst.
Mtirala heißt übersetzt ungefähr „der Weinende“ – und das passt, denn das ist der nasseste Ort Georgiens. Die kolchischen Wälder hier zählen zu den ältesten der Welt. Angeblich haben sie sogar die letzte Eiszeit überstanden und wachsen seitdem immer weiter.
Im Park führt eine kurze Route zum Wasserfall und zum See – 4 Kilometer, etwa 2 Stunden. Wer höher hinaus will, nimmt den langen Weg zum Gipfel: 16 Kilometer, 1000 Höhenmeter, ein bis zwei Tage. An Aktivitäten warten ein Badesee unterm Wasserfall, Hängebrücken, eine Zipline übers Tal und ein Seilpark für die ganze Familie.
Wie kommst du nach Mtirala? Eine direkte Marschrutka vom Busbahnhof Batumi fährt nur im Sommer, und auch dann nicht immer. Einfacher geht es mit der Marschrutka Nr. 40 nach Chakvi und von dort per Taxi (handeln nicht vergessen).
Alternativ bringt dich Bolt für 45 Lari hin – für die Rückfahrt findest du in der App aber kein Taxi und musst mit den Einheimischen verhandeln.
Am besten nimmst du dir einen Fahrer, der dich hinbringt, auf dich wartet und wieder nach Batumi zurückfährt – oder dich gleich weiter nach Ureki bringt. Die Fahrt Batumi–Mtirala und zurück kostet nur 99 Lari (32 €)
9. Gomis Mta Wolkendorf
Entfernung: 83 km
Fahrtzeit: 2-3 Std
Saison: nur Sommer
Gomismta ist ein Sommerdorf auf rund 2.100 Metern, berühmt für blühende gelbe Azaleen im Juni, Holzhütten wie aus dem Märchen und für die Sonnenuntergänge über dem Wolkenmeer.
In den sozialen Netzwerken kursieren viele Fotos und Videos vom Berg, auf denen unter dir alles weiß ist. Leider sind die Wolken nicht immer da – oft liegt im Dorf selbst Nebel und man sieht gar nichts.
Viele kommen mit dem Zelt und übernachten, du schaffst es aber auch an einem Tag ab Batumi.
Wie kommst du nach Gomis Mta?
Am einfachsten mit dem Mietwagen. Die Straße ist asphaltiert, aber eine sehr kurvige Serpentine. Wenn du in den Bergen nicht selbst fahren willst, nimm ein Auto mit Fahrer für 70 € hin und zurück.
Der Fahrer wartet in Gomismta, so lange du möchtest, und bringt dich am Abend wieder nach Batumi ⇢ Transfer nach Gomismta buchen

10. Bakhmaro
Entfernung: 120 km
Fahrtzeit: 3 Stunden pro Richtung
Saison: nur Hochsommer (Juli/August)
Bakhmaro liegt auf einem Bergkamm und ist ein Kurort mit der berühmten Mischung aus Berg- und Meeresluft.
Es ist ein sommerlicher Klimakurort auf 2000 Metern Höhe. Georgische Familien mieten sich einfache Holzhäuser, nehmen die Kinder mit und verbringen den ganzen Sommer hier, weg aus der Stadt. Die Unterkünfte sind sehr schlicht.
Du kannst in den Bergen wandern, etwas essen und reiten. Den Wolkeneffekt gibt es in Bakhmaro genauso wie in Gomismta – wenn du dich aber entscheiden musst, fahr lieber nach Gomismta, das näher an Batumi liegt.
Wie kommst du hin? Mit dem Mietwagen oder einem Auto mit Fahrer. Nach oben führt eine asphaltierte Straße.

11. Machakhela, Mirveti oder Zeda Tkhilnari
Entfernung: 25–45 km südöstlich von Batumi
Fahrtzeit: 40–90 Min.
Eintritt: frei
Machakhela ist die etwas ruhigere Alternative zu Makhuntseti, südöstlich von Batumi.
Mirveti-Wasserfall
Ein malerischer Wasserfall in den Bergen, ringsum sattes Grün und wuchernde Pflanzen. Nach Regen sowie im Winter und Frühling führt er besonders viel Wasser. In der Saison kommen viele Touristen, die mit Bussen herangefahren werden. Um dorthin zu kommen, muss man über eine ziemlich gruselige Brücke fahren.
Festung Gvara
Über eine lange, steile Treppe steigst du hinab, und dann liegen Flüsse, Berge und die Festungsruine vor dir. Wegen der schweren Erreichbarkeit ist es hier wenig los. Es gibt keine Geländer und keine Absicherung – für Kinder ist der Ort nicht geeignet.
Danach beginnt der Machakhela-Nationalpark, der jungfräuliche Kolchis-Wälder schützt und für traditionelle Steinbrücken, alte Dörfer und die Handwerkstradition der Machakhela-Gewehre bekannt ist. Du fährst einfach am Fluss entlang und hältst an Wasserfällen und Bogenbrücken.
Rechne einen halben Tag, lässt sich gut mit Gonio kombinieren.
Wie kommst du nach Machakhela? Mit dem Mietwagen über die asphaltierte Straße oder mit einem ortskundigen Fahrer – eine solche Tagestour mit allen Stopps kostet 60 € ⇢ Fahrer wählen

12. Bergadscharien – Khulo, Goderdzi, Beshumi und der Grüne See
Entfernung: Goderdzi-Pass 110 km östlich von Batumi
Fahrtzeit: 3,5 Std. pro Richtung über kurvige Bergstraßen mit Baustellen
Eintritt: frei
Saison: Juni–Oktober
Die südliche Straße von Batumi über Khulo zum Goderdzi-Pass und weiter nach Vardzia. Seit zehn Jahren wird an der Transadscharischen Straße gebaut, und fertig ist sie immer noch nicht – wie verhext. Bis Khulo fährst du auf Asphalt, danach kommt streckenweise Schotter.
Die Landschaft wird hier alpin, die Dörfer muslimisch geprägt – ein Erbe der osmanischen Zeit. In jedem Dorf steht eine Moschee, und sogar die Kühe tragen Amulette.
Anschauen kannst du dir die Seilbahn über die Schlucht von Khulo (sie steht still), das Skigebiet Goderdzi (liegt auf über 2000 Metern, im Sommer laufen die Lifte nicht), den Klimakurort Beshumi mit seinen Holzhäusern und zum Schluss das Highlight: den türkisfarbenen Bergsee Mtsvane Tba.
Stell dich auf einen sehr langen Tag und eine harte, kurvige Strecke ein – mit Kindern würde ich es lassen.
Wie kommst du hin? Viele Vermieter verbieten die Fahrt nach Goderdzi mit dem Mietwagen, weil die Versicherung auf dieser Strecke nicht greift – uns ist beim letzten Mal ein Reifen geplatzt. Frag also vorher nach, oder nimm dir gleich einen Fahrer mit Jeep.
So ein Tagesausflug kostet 100 € pro Auto (330 Kilometer und über 8 Stunden reine Fahrzeit) ⇢ SUV mit Fahrer buchen

13. Die Canyons von Kutaissi – Martvili, Okatse und die Prometheus-Höhle
Entfernung: 150 km
Fahrtzeit: 2,5 Std. pro Richtung, Straßen gut asphaltiert
Eintritt: 30-40 Lari je nach Ziel (Bootsfahrten kosten extra)
Der Martvili-Canyon hat türkisfarbenes Wasser und eine kurze Bootsfahrt durch die Schlucht. Der Okatse-Canyon ist der tiefste Georgiens, mit einem 780 m langen Hängesteg überm Abgrund. Die Prometheus-Höhle hat beleuchtete Tropfsteinhallen und eine Bootsfahrt unter der Erde.
Das sind die spektakulärsten Naturwunder Westgeorgiens rund um Kutaisi an einem Tag. Oft kombiniert mit den verlassenen Sowjet-Sanatorien von Tskaltubo. Auf dem Rückweg nach Batumi lohnt sich ein Abstecher zu den heißen Quellen von Nokalakevi.
Wegen der aufwendigen Logistik sind hier Mietwagen, Tour oder Fahrer mit dem Auto klar besser.

14. Leuchtturm in Poti & Anaklia
Entfernung: Poti 70 km, Anaklia 140 km nördlich
Fahrtzeit: 2,5 Std. pro Richtung
Leuchtturm in Poti
Hier darfst du tatsächlich auf den Leuchtturm kostenlos steigen. Der Turm ist komplett renoviert, über viele Stufen kommst du hinauf zur Aussichtsplattform. Zwischen den Etagen gibt es ein kleines Museum mit Exponaten rund um Leuchttürme. Nur bei schlechtem Wetter ist der Turm geschlossen.
Anaklia
Anaklia sollte das zweite Batumi werden – ein riesiges Hafen- und Resortprojekt für Hunderte Millionen. Daraus wurde bis heute nichts: Statt Ferienstadt findest du leerstehende Hotels, halbfertige Villen und eine vergammelnde Holzbrücke, die mal das Wahrzeichen des Orts war.
Inzwischen wird am Tiefseehafen gebaut, die ersten Schiffe sollen 2027 kommen. Der Strand ist lang und breit, mit schwarzem Sand.

15. Swanetien (3-4 Tage)
Entfernung: Batumi–Mestia 265 km
Fahrtzeit: 5,5–6 Std. mit dem Auto pro Richtung
Dauer: kein Tagesausflug – plan mehrere Tage ein
Swanetien ist das eine Ziel auf dieser Liste, das du nicht an einem Tag schaffst – aber es lohnt jeden Kilometer. Die mittelalterlichen Wehrtürme von Mestia und das Bergdorf Ushguli gehören zum UNESCO-Welterbe.
Hier reichen die Gipfel von 3000 bis 5000 Metern. Wenn du nicht wandern willst, reichen dir zwei volle Tage in Swanetien. Mit Hiking solltest du mindestens drei Tage einplanen.
Wie kommst du nach Swanetien?
Im Sommer fährt eine direkte Marschrutka von Batumi nach Mestia für 60 Lari, sonst musst du in Zugdidi umsteigen.
Wenn du einen Führerschein hast und dir das Fahren in den Bergen zutraust, miete dir am besten einen Crossover mit Erlaubnis des Vermieters für die Strecke Mestia–Ushguli–Zugdidi und fahr selbst.
Dann bist du nicht von den örtlichen Taxifahrern abhängig und kommst überallhin – und dort gibt es viel zu sehen. Mehr dazu in Guide für Swanetien