Vardzia (deutsch auch Wardsia geschrieben) ist eine mittelalterliche Höhlenstadt im Süden Georgiens.
Sie liegt weit abseits der Hauptreiserouten. Man fährt mehrere Stunden gezielt hierher.
In diesem Guide erfährst du, ob sich Vardzia als Tagesausflug lohnt, wann eine Tour sinnvoll ist und wann du besser selbst fährst. Außerdem zeige ich die wichtigsten Routen ab Tiflis, Kutaisi und Batumi sowie Sehenswürdigkeiten auf dem Weg nach Vardzia.

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Vardzia auf einen Blick
▫︎ Von Tiflis oder Kutaisi nach Vardzia sind es 250 km und etwa 4,5-5 Stunden pro Strecke über Hauptstraße und Serpentinen. Hin und zurück an einem Tag ist möglich, aber anstrengend.
▫︎ Von Batumi sind es 380 km und etwa 6,5-7 Stunden pro Strecke. Hin und zurück an einem Tag eher nicht.
▫︎ Eintritt nach Vardzia: 15 Lari (5 €). Komm zwischen 10:00 und 16:00 Uhr, damit du genug Zeit für den Besuch hast. Für die Besichtigung solltest du 2 Stunden einplanen. Unterwegs liegen zwei große Festungen: Rabati in Achalziche und Khertvisi.
▫︎ Öffentlicher Verkehr nach Vardzia. Von Tiflis, Kutaisi und Batumi gibt es keine direkten Verbindungen, man muss in Achalziche umsteigen.
▫︎ Tagestouren und Fahrer. Wenn du Vardzia an einem Tag besuchen möchtest, buch am besten eine Tour oder ein Auto mit Fahrer.
▫︎ Mit dem Auto. Für Vardzia solltest du 2–3 Tage einplanen. Von Mai bis Oktober reicht ein normaler Pkw. Einen SUV brauchst du nicht. Mietwagen in Tiflis, Kutaisi oder Batumi über Localrent buchen.

Wie kommt man nach Vardzia?
Tour nach Vardzia ab Tiflis
Wenn du alles an einem Tag abhaken willst, buch eine Tour. Ja, der Tag wird lang. Dafür musst du keine Route planen, keine Marschrutkas suchen und dich nicht vorher stundenlang einlesen.
Der Guide erklärt unterwegs, was du eigentlich vor dir hast. Ohne Hintergrundwissen sind es am Ende nur Höhlen, Kirchen und alte Mauern ⇢ Tour nach Vardzia buchen
Die Touren dauern 13–14 Stunden. Ab Tiflis kosten Gruppentouren je nach Anbieter 25–35 € pro Person, ab Kutaisi 55 € pro Person. Typische Stopps sind Borjomi, die Festungen Rabati und Khertvisi.
Die Eintrittskarten sind nicht im Tourpreis enthalten und werden vor Ort bezahlt.
Mit Marschrutka nach Wardsia
Man muss von Tiflis (Metro Didube), Borjomi (Busbahnhof), Batumi (Busbahnhof) oder Kutaissi (Busbahnhof Tschawtschawadse 67) mit einer Marschrutka nach Achalziche fahren (4-5 Stunden, etwa 20–25 Lari).
Dort sucht man eine Marschrutka nach Vardzia (1,5 Stunden, 5–7 Lari). Fahrpläne ändern sich – am Busbahnhof nachfragen.
Auto mit Fahrer in Georgien
Nach Vardzia kommst du am besten mit dem Auto — entweder mit einem Mietwagen auf eigene Faust oder mit einem lokalen Fahrer, der dir die ganze Logistik abnimmt.
Zu zweit oder zu dritt zahlst du ungefähr so viel wie bei einer Gruppentour — aber mit eigenem Fahrer, der wartet und anhält, wo du willst.
Bei GoTrip wählst du Fahrer und Auto anhand echter Bewertungen aus. Die gewünschten Stopps trägst du bei der Buchung ein. Der Fahrer holt dich an deiner Unterkunft ab.
Die Hauptroute von Tiflis läuft über Borjomi, Achalziche und die Festung Khertvisi. Die 107 km zwischen Borjomi und Vardzia sind endlose Bergkurven bei 40–50 km/h — schön, aber am Steuer ziemlich zermürbend.
Diese Runde kostet ab 90 € für den ganzen Tag (500-550 km, 13+ Stunden), Sprit und Fotostopps inklusive.
Weniger bekannt ist die Südroute über Tsalka. Du fährst durch völlig untouristische Gegenden, über Pässe auf knapp 2.000 Metern — und musst gar nicht zurück nach Tiflis, sondern kannst einfach in Kutaisi aussteigen. Kostet ab 100 €.
Transfer von Kutaisi nach Vardzia und zurück – ebenfalls ab 90 € ⇢ Fahrer wählen
Oder du buchst einen mehrtägigen Transfer: erster Tag bis Vardzia, Übernachtung vor Ort, dann weiter nach Borjomi, Kutaisi oder Batumi.
Anreise nach Vardzia mit dem Mietwagen
Von Mai bis Oktober reicht ein normaler Pkw völlig aus — einen SUV brauchst du auf den Hauptstraßen nicht.
Von Tiflis oder Kutaisi ist Vardzia als Tagesausflug möglich, die Fahrt wird aber lang. Von Batumi aus macht ein Tagesausflug keinen Sinn.
Besser: zwei bis drei Tage einplanen, eine oder zwei Nächte unterwegs — Borjomi, Achalziche oder direkt Vardzia sind gute Optionen zum Übernachten.
Mietwagen in Georgien am besten über Localrent buchen — dort mietest du bei lokalen Anbietern ohne Kreditkarte und oft ohne Kaution.

Welche Straße nach Vardzia?
Tiflis nach Vardzia
Route 1: Borjomi → Achalziche → Khertvisi → Vardzia (260 km, ca. 5 Std.)
Route 2: Südroute über Tsalka und den Paravani-See (240 km, ca. 5 Std.)
Beide Straßen sind asphaltiert. Von Mai bis November reicht auf beiden Strecken ein normaler Pkw.
Im Winter ist die Route über Borjomi die sicherere Wahl. Die Südroute führt teilweise über Hochebenen auf 1.700–2.000 Metern, dort können Pässe wegen Schnee gesperrt werden.
Batumi nach Vardzia
Route 1: Batumi → Kutaisi → Borjomi → Achalziche → Vardzia (380 km, 7 Stunden). Normaler Pkw, ganzjährig.
Route 2: Batumi → Khulo → Goderdzi-Pass → Adigeni → Vardzia (225 km, 7–8 Stunden).
Die Transadscharische Straße über Goderdzi-Pass ist eine schmale Bergstraße mit vielen Serpentinen. Teilweise fehlt noch Asphalt, die Straße wird weiter ausgebaut.
Kutaisi nach Vardzia
Route 1: Kutaisi → Borjomi → Achalziche → Vardzia (235 km, 4,5–5 Stunden). Das ist die Strecke für normale Pkw.
Route 2: Kutaisi → Sairme → Zekari-Pass (2.200 m) → Abastumani → Vardzia (180 km, 5 Stunden).
Zwischen Sairme und Abastumani führt die Straße über den Zekari-Pass durch die Berge. Die Strecke ist nur im Sommer mit einem höheren Auto fahrbar. Die Straße wird derzeit ausgebaut.
Viele Autovermieter verbieten Fahrten über den Goderdzi- und Zekari-Pass, auch mit Geländewagen. Auf diesen Strecken greift die Versicherung oft nicht. Wenn du eine Route über unbefestigte Straßen planst, frag vor der Buchung nach.

Was gibt es in Vardzia zu sehen?
Vardzia ist kein Museum mit festem Rundgang. Du läufst durch Tunnel und Gänge, steigst Treppen hinauf und hinunter, schaust in Höhlen hinein und suchst Aussichtspunkte. Informationstafeln gibt es kaum.
Von den rund 550 erhaltenen Höhlen sind ein paar Orte besonders wichtig:
Die Mariä-Entschlafens-Kirche ist das religiöse Zentrum von Vardzia. Die Fresken stammen aus den Jahren 1184 und 1185. Im Altarbereich sind die Gottesmutter und Erzengel dargestellt. Bis heute kommen Gläubige hierher, um für Gesundheit und Kinder zu beten.
Tunnel und Geheimgänge — das eigentliche Erlebnis. Manche über 150 Meter lang, eng, manchmal dunkel, manchmal muss man den Kopf einziehen.
Die unterirdische Quelle — Wasser tropft von den Höhlenwänden und sammelt sich langsam. Gilt als heilig.
Glockenturm — der beste Aussichtspunkt in Vardzia..
Unter den Höhlendecken hängen tausende Schwalbennester. Entsprechend sind auch Schlangen vor Ort — sie sonnen sich auf dem warmen Fels und stehlen Vogeleier. Beim Laufen aufpassen.

Vardzia Öffnungszeiten 2026
Sommer täglich 10–19 Uhr
Außerhalb des Sommers 10–17 oder 10–18 Uhr, je nach Saison
Der Einlass endet eine Stunde vor Schließung. Plane für den Besuch etwa zwei Stunden ein. Im Sommer solltest du spätestens gegen 17 Uhr ankommen, im Winter gegen 15 Uhr.
Vardzia Eintritt
– Erwachsene: 15 Lari (~5 €)
– Kinder unter 6 Jahren: gratis
– Audioguide: 15 Lari
– Gästeführer: 45 Lari
– Shuttle vom Parkplatz (1 km): 2 Lari
Der Minibus fährt vom Parkplatz den einen Kilometer hoch zum Höhlenkloster — mit dem eigenen Auto kommst du dort nicht hin.
Du kannst auch zu Fuß hoch, aber spar die Kräfte lieber für den Komplex. Zurück zum Auto geht es auf einem schönen Pfad bergab.
Kurze Geschichte von Vardzia
Irgendwann in der Frühzeit entstehen natürliche Höhlen im Fels. Menschen ziehen ein.
1156–1184 — König Giorgi III. lässt Höhlen ausbauen und eine Kirche errichten.
1184–1205 — Giorgi stirbt. Seine Tochter Tamar übernimmt — und denkt größer. Die Kirche bekommt Fresken, dazu kommen Mönchszellen, eine Bibliothek, Bäder, Speisesäle, eine Kanalisation, hunderte Räume auf 13 Ebenen, alles durch Tunnel verbunden. Eine geheime Festungsstadt, die bis zu 50.000 Menschen Schutz bieten kann. Vardzia liegt damals im Herzen des Landes, mitten auf den wichtigsten Handelswegen.
1283 — Erdbeben. Die komplette Vorderseite bricht weg — Wände, Galerien, Treppen. Als würde man einem Hochhaus die Fassade abreißen: plötzlich sieht man in jede Wohnung rein.
16. Jh. — Erst kommen die Perser, dann die Osmanen — sie verbrennen, wen sie finden, und schließen das Kloster. Dreihundert Jahre lang streifen hier nur noch Hirten und Schafe herum.
1828 — Die Region kommt unter russische Kontrolle, das Kloster öffnet wieder. In der Sowjetzeit ist Vardzia Sperrgebiet — Zutritt nur mit Sondergenehmigung.
Wer tiefer einsteigen will: Audioguide oder Guide direkt vor Ort buchen.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Vardzia
Cafe „Vardzia” – direkt am Parkplatz. Die einzige Möglichkeit, am Komplex etwas zu essen. Die Portionen sind klein, auf die Rechnung kommen zusätzlich 20 % Servicegebühr, aber die Terrasse über dem reißenden Fluss macht die Sache angenehm.
Schwefelquelle / Sulphur Bath – natürliches Schwefelbecken, 1 km von Vardzia entfernt. Privat, 10 Lari/Person. Überdacht, sieht aus wie eine Scheune – das Wasser ist fast heiß.
GPS: 41.374411, 43.272153
Vanis Kvabebi – weiteres mehrstöckiges Höhlenkloster 3 km von Wardsia, aber seit mehreren Jahren wegen Steinschlag gesperrt. Kein Zutritt.

Festung Rabati in Achalziche
Achalziche liegt auf dem Weg nach Vardzia und ist bekannt für die Festung Rabati aus dem 9. Jahrhundert. Die Anlage wurde vollständig restauriert – neu wirkend, aber elegant ausgeführt.
Türme besteigen, Moscheen besichtigen, ganz oben beim Flaggenmast ankommen.
Eintritt 2026: 18 Lari (~6 €), Besichtigungsdauer ca. 1 Stunde.
📍 GPS: 41.64232, 42.97545

Festung Hertvisi (Khertvisi Fortress)
Direkt an der Straße, gut sichtbar aus dem Auto. Von außen kostenlos anzuschauen.
Innen: Pfade und eine Aussichtsturm mit Treppe. Wer zahlt, bis zum Ende gehen und von der Wachturmspitze aus die Glocke läuten (Orientierung: große georgische Flagge).
Eintritt: 10 Lari (~3 €), 20–30 Minuten Besichtigung.
📍 GPS: 41.484421, 43.287367

Wo in Vardzia übernachten?
Vardzia lässt sich nicht einfach auf dem Weg von Tiflis nach Batumi mitnehmen.
Für die Runde hin und zurück solltest du 2–3 Tage einplanen — Übernachtung in Vardzia selbst, in Achalziche oder in Borjomi.
Vardzia Resort (Bewertung 9,0✩) — das beste Hotel 4* direkt bei Vardzia mit viel Grün, Terrassen, Obstgarten und zwei Pools. Von der Anlage blickst du auf die Höhlenstadt, die abends beleuchtet wird. Gutes Restaurant vor Ort.
Gino Wellness Rabath (Bewertung 8,8✩) — das beste Hotel in Achalziche, mit Spa-Bereich direkt auf dem Gelände der Rabati-Festung.
Vardzia oder Uplisziche?
Bevor du nach Vardzia fährst, klär kurz, ob du diese lange Strecke überhaupt brauchst. Nur 90 km von Tiflis entfernt liegt die Höhlenstadt Uplisziche.
Dorthin kommst du deutlich einfacher: als Halbtagesausflug oder als Stopp auf der Strecke von Tiflis nach Batumi.
Mit kleinen Kindern oder für die Menschen, denen im Auto schnell schlecht wird, würde ich eher Uplisziche wählen.

| UPLISZICHE | VARDZIA |
|---|---|
| Heidentum | Christentum |
| ca. 3.000 Jahre | ca. 900 Jahre |
| Einzelne Höhlen im Fels, von Sklaven herausgeschlagen | 550 Höhlen, durch Korridore verbunden |
| 100 km von Tiflis, 1,5 Std. über die Autobahn | 250 km von Tiflis, 5 Std. über die Autobahn und Serpentinen |
| Touren ab 25 € (Gori, Uplisziche, Borjomi) | Touren ab 40 € (Vardzia, Rabati, Borjomi) |
| Ganzjährig mit jedem Auto | Über Borjomi/Achalziche ganzjährig mit normalem Pkw. Über die Südrouten von April bis November. |
| Transfer ab 50 € | Transfer ab 100 € |
| Mit dem Auto realistisch in 5–6 Stunden machbar | Mit dem Auto ab Tiflis/Batumi besser 2–3 Tage mit 1–2 Übernachtungen in Vardzia oder Borjomi |
|
Unterwegs: ▫ Mzcheta und Jvari-Kloster ▫ Mohnfelder ▫ Stalin-Museum in Gori ▫ Kloster Schiomghwime |
Unterwegs: unzählige Stopps + spektakuläre Natur ▫ Borjomi ▫ Festung Rabati in Achalziche ▫ Festung Khertvisi |
Vardzia — das georgische Kappadokien?
Nein, die beiden haben eigentlich nichts miteinander zu tun.
Kappadokien ist riesig — mehrere Städte, tagelange Erkundungen durch Täler und unterirdische Labyrinthe, Heißluftballons, Reitertouren.
Vardzia ist ein Berg mit Höhlen, den du in ein paar Stunden gesehen hast.
Lohnt sich Vardzia?
Meine Antwort: Ja, unbedingt, aber nicht für jeden.
Wardsia beeindruckt – die Anlage selbst, die Landschaft drumherum, die Sehenswürdigkeiten auf dem Weg. Die Serpentinen sind jedoch kräftezehrend.
Ich war zum Beispiel mit Freunden eine Woche durch Georgien unterwegs und wir haben einen Abstecher nach Vardzia gemacht. Drei von fünf haben nicht verstanden, warum wir so weit gefahren sind, um irgendwelche Höhlen anzuschauen — die hätten lieber einen Tag am Meer verbracht.
Anderen wiederum habe ich Uplisziche vorgeschlagen und danach schnell weiter nach Batumi — und die haben nur gelacht: „Serpentinen? Übernachten in abgelegenen Dörfern? Schluchten? Was soll das Meer! Natürlich Vardzia, und am besten jeden Umweg mitnehmen.”

Die besten Routen ab Tiflis nach Vardzia
Von Tiflis nach Vardzia gibt es zwei Routen, beide komplett asphaltiert: die Hauptstrecke über Borjomi und die Südroute über Tsalka, Paravani und die Bergpässe.
Google zeigt unter 4 Stunden an. Das stimmt — wenn man bereit ist, auf dem Seitenstreifen zu überholen, und ihm weder Kameras noch Tempolimits interessieren.
Normalerweise fährt man mit Stopps nach Vardzia. Für jeden Halt einfach eine Stunde dazurechnen, dann kommt die Reisezeit hin.
Route 1: Hauptstrecke über Borjomi
270 km, 5 Stunden Fahrt (eine Richtung)
Etwa 130 km Autobahn mit 110 km/h, der Rest sind 140 km Serpentinen bei 50–60 km/h — daher dauert das so lange. Mit einem normalen Pkw das ganze Jahr fahrbar. Wenn’s im Winter zwischen Borjomi und Vardzia schneit, wird schnell geräumt.
Was gibt’s unterwegs zu sehen:
- Mzcheta & Jvari — Kirche auf dem Hügel mit Blick auf den Zusammenfluss zweier Flüsse
- Gori & Uplisziche – Stalin-Museum und Höhlenstadt
- Borjomi — Kurpark, Mineralwasser am Brunnen, Schwefelbäder, Seilbahn, Grünes Kloster
- Festung Rabati in Achalziche
- Sapara — Männerkloster aus dem 13.–14. Jh., bekannt für Fresken, GPS 41.602367, 43.031026
- Festung Hertvisi — eine der ältesten Georgiens, massives Bauwerk aus dem 9. Jh.
Route 2: Südroute über Tsalka und Paravani
240 km, ca. 5 Stunden
Von Mai bis November mit jedem Auto fahrbar, teilweise auf 1.700–2.000 Metern. Im Winter sind die Pässe oft gesperrt.
Diese Strecke zeigt ein völlig anderes Georgien — wild, kaum Touristen. Die Landschaft erinnert an Bolivien oder Kirgisistan.
Die Einheimischen nennen diese Gegend das georgische Sibirien. Und während in Tiflis +40 Grad sind, pfeift am Paravani-See der Wind bei +15.
Was gibt’s unterwegs:
- Festung Kodjori – mit Treppen über dem Abgrund, GPS: 41.64035, 44.69187
- Asureti (Elisabethtal) – ehemalige deutsche Kolonie von 1818, alte Kirche und Friedhof erhalten
- Canyons Birtwisi – Wanderung, mindestens 2–3 Stunden
- Dashbaschi-Canyon (Tsalka-Canyon) — auf 1.800 Metern haben sie eine Brücke über den Abgrund gebaut, eine Aussichtsplattform und ein Restaurant in Diamantform. Zu Fuß und über Eisenbrücken in 25 Minuten runter zu den Kaskadenwasserfällen. Eintritt für Ausländer 79 Lari. GPS 41.593939, 44.121226
Wenn du dir alles in Ruhe ansehen willst, übernachte in Tsalka — abends lohnt sich ein Spaziergang zum See, vielleicht findest du die Nester der Rosapelikane.
- Paravani-See — größter See Georgiens auf 2.073 m, erloschene Vulkane drumherum, bronzezeitliche Kurgan-Funde auf dem Seegrund.
- Poka/Foka — Frauenkloster der Heiligen Nino am Ufer des Paravani-Sees. Die Nonnen verkaufen selbstgemachten Käse, Honig, Schokolade und Kräutertee mit Trockenfrüchten und Blüten. GPS 41.406164, 43.801171
- Ninozminda — die Storchenstadt. An jedem Strommast entlang der Hauptstraße ein Nest.

Ab Batumi nach Vardzia
Route 1: Über Kutaisi
385 km, 6–7 Stunden
160 km länger als durch die Adjara-Berge — klingt absurd, aber mit einem normalen Pkw fährst du genau so.
Batumi → Kutaisi und Umgebung (wenn du Höhlen und Canyons besichtigst, lieber eine Nacht einplanen) → Borjomi → Achalziche → Vardzia
Route 2: Transadjara über den Goderdzi-Pass
225 km, 7–8 Stunden.
Die Transadscharische Straße über Goderdzi-Pass ist eine schmale Bergstraße mit vielen Serpentinen. Teilweise fehlt noch Asphalt.
Im Sommer mit einem höher gelegten Fahrzeug, besser mit Geländewagen. Im Winter keine Garantie, dass du durchkommst. Die Straße wird seit Jahren ausgebaut, Fertigstellung laut Plan 2026.
Was gibt’s unterwegs:
- Wasserfall Machunzeti
- Seilbahn in Chulo
- Goderdzi-Pass
- Grüner See (10 km, 20 Min.)
- Beshumi & Botanischer Garten Goderdzi Alpine Garden (8 km, 15 Min.)
Ab Kutaisi nach Vardzia
Route 1: Kutaisi → Borjomi → Achalziche → Vardzia (235 km, 4,5–5 Stunden). Das ist die Strecke für normale Pkw.
Route 2: Kutaisi → Sairme → Zekari-Pass (2.200 m) → Abastumani → Vardzia (180 km, 5 Stunden).
Zwischen Sairme und Abastumani liegen 40 km Schotterpiste durch die Berge und über den Pass. Die Strecke ist nur im Sommer mit einem höheren Auto fahrbar. Die Straße über den Zekari-Pass wird derzeit ausgebaut.
Viele Autovermieter verbieten Fahrten über den Goderdzi- und Zekari-Pass – vorher nachfragen.
Beste Reisezeit nach Vardzia
Vardzia ist ganzjährig geöffnet.
Am schönsten ist es im Mai/ Juni und Ende September bis Oktober — angenehme Temperaturen, weniger Touristengruppen, und die Landschaft ist einfach toll: im Frühling alles grün und blühend, im Herbst gold und orange.
Juli und August sind heiß und voll. Wenn du trotzdem im Sommer fährst, komm so früh wie möglich — am besten direkt wenn die Kasse aufmacht, bevor die Reisegruppen eintrudeln.
Im Winter sieht Vardzia im Schnee traumhaft aus, aber die Treppen können rutschig sein und die Anreise ist je nach Wetter eine echte Herausforderung.